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Zur Umbruchstimmung auf Twitter und Google+

Publiziert am 01.07.2011

Was ich zur momentanen Situation auf Twitter und dem eben aufflammenden Google+ sagen möchte hält sich in Grenzen und lässt sich auf einen einzigen Satz runterbrechen:

Google+ ist im Gegensatz zu Twitter noch frei von den, an Tragweite zunehmenden Streitigkeiten, dem ständigen Verlangen Follower anzuhäufen und diese dann herablassend wie kleine dumme Nachlaufende zu behandeln, dem nie endenden Betteln um Faves und Retweets, und von einer sich elitär aufführenden Klasse der „Stars“, die in diesen Status nur von der tatsächlich dumm nachlaufenden Verfolgerschaft erhoben wird.

Google+ und Twitter und auch Google+ und Facebook unterscheiden sich natürlich voneinander. Doch durch sein Konzept bietet G+ einen guten Mix aus beiden Formaten. Das Freundschaftskonzept von Facebook,  wenn sich beide Leute in einen Kreis stecken, und das Verfolgerkonzept, das dann greift, wenn nur einer den anderen lesen möchte. Völlig flexible uni- oder bidirektionale Kommunikation.

Sicher haben Menschen wie Daniel recht, wenn sie sagen, dass dieser Druck selbstinduziert ist. Ich muss mich auf Twitter nicht dem aktuellen Modell beugen, sondern kann einfach mein Ding machen. Aber um den Druck loszuwerden muss man loslassen. Von Bekanntschaften abschwören, die man doch eigentlich lieb gewonnen hat in Zeiten, als alles noch rosig war. Und das fällt schwer.

Ich bin jedenfalls gespannt, wo mich Google+ hinbringt. Ein Trend zeichnet sich aber vielleicht schon ab: In zwei Tagen hat es mich mindestens doppelt so lange zu G+ gezogen als in der letzten Woche zu Twitter und Facebook zusammen.

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