Soeben wurde ich durch Twitter auf diesen Bericht von N24 aufmerksam gemacht, nach dem Cinemaxx wohl seine Kinopreise erhöhen wird. Aus diesen möchte ich hier nun in Teilen zitieren möchte:
Für eine Kleinfamilie ist es jetzt schon ein teures Vergnügen, Cinemaxx will die Kinopreise dennoch anziehen. Derzeit kostet ein Kinoticket durchschnittlich 7,34 Euro. Diese Zeiten sind wohl vorbei.
Die Hamburger Kinokette Cinemaxx will deutlich höhere Eintrittspreise durchsetzen. Der Preis für Kinokarten sei noch nicht dort, wo er im Vergleich zu anderen Freizeitaktivitäten angemessen erscheine, sagte Cinemaxx-Vorstandschef Christian Gisy der “Wirtschaftswoche”. Das Kino habe sich in den vergangenen zehn Jahren viel zu preiswert verkauft.
Bei 3-D-Filmen sei mit 12 bis 14 Euro ein guter Preis gefunden. “Im 2-D-Bereich sollten wir uns Richtung 10 Euro bewegen”, sagte Gisy. Im bundesweiten Durchschnitt kostete eine Kinokarte nach Zahlen der Filmförderanstalt im ersten Halbjahr 7,34 Euro, heißt es in dem Bericht.
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Als ich dies las fühlte ich mich ein wenig an meinen Artikel über das Raubkopieren erinnert, in dem ich mich schon mal über die Engstirnigkeit der Musik- und Filmindustrie aufregte. Da die Kinokette Cinemaxx in meinen Augen auch irgendwie zur Filmindustrie gehört (quasi das vor der DVD das letzte Glied in der Verbindung zum Kunden ist), bringt der N24-Bericht meinen Unmut wieder zum Vorschein.
Wie es in dem Bericht weiter heißt, legte die Kinokette wohl deutlich an Umsatz zu, besonders in Folge des 3D-Boom den wir momentan erleben. Da liegt es dem geldgierigen Manager natürlich nahe, auch gleich die Preise wieder anzuziehen, um den Profit zu steigern.
Ich halte dies jedoch für einen vollkommen falschen Weg. Sicher gehen momentan viel mehr Menschen ins Kino, Digital-3D ist ja – im Gegensatz zum alten Zweifarb-3D – auch neu und man muss das mal gesehen haben. Aber nach diesem Hype wird es bestimmt nicht ewig so weiter gehen, zumal der 3D-Aufschlag schon happig ist und das sicher nicht alle paar Tage im Budget möglich ist.
Ich habe mittlerweile seit gut einem halben Jahr dem Kino vollkommen abgeschworen und eine weitere Preiserhöhung würde mich in meiner Entscheidung wieder einmal bestätigen. Am besten findet man am Wochenende Zeit für einen Kinobesuch und – oh Wunder – gerade dann sind die Preise besonders hoch. Für mich als Schüler quasi Student ist das nicht tragbar, weshalb ich den Filmgenuss auf den heimischen Fernseher samt Heimkinosystem verlagert habe. Eine DVD ist zwar im Kaufpreis noch immer teurer als der Kinobesuch. Doch nach dem Kauf kann ich die DVD so oft gucken wie ich möchte und sie zudem noch konvertiert auf anderen Geräten, wie dem iPhone, ansehen. Dafür bezahle ich gerne etwas mehr.
Wofür ich allerdings ungern mehr zahle, ist für gleichbleibende Qualität auf der Leinwand, die ohne Rechtfertigung teurer wird. So bringt man mich nicht wieder ins Kino.