Mein Twitter Guide, Teil 2: Produziere viel Content

Wie bereits im ersten Teil angekündigt, startet mit diesem zweiten Teil nun die – alle drei Tage erweiterte – Serie “Mein Twitter Guide”. Da der erste Artikel noch keine konkreten Tipps zum Twitterverhalten und der Optimierung desselbigen enthielt, beginne ich an dieser Stelle mit einem Punkt 1. In diesem Teil geht es um das Content, seine Frequenz und seine Verteilung:

Punkt 1: Produziere viel Content.

Die Qualität ist dabei noch nicht ausschlaggebend. Wichtig ist erstmal möglichst viel Content zu generieren um den Leuten etwas zu geben, das ihnen unter Umständen bereits ohne Qualitätsoptimierung gefällt. Je mehr Präsenz man in der Timeline seiner Follower hat, desto besser – denn desto mehr wird man wahrgenommen. Es erhöht die Wahrscheinlichkeit, das ein Tweet einem bestimmten Follower gefällt, der wohlmöglich nur wegen dieser Art Tweets überhaupt folgt. Beginnt man also sein Content – mit gleichzeitiger Erhöhung der Tweetfrequenz – auch seinen Themenbereich zu erweitern, sind zusätzliche Follower sicher. Selbstverständlich sollte man sich jedoch von Themen fernhalten die einem persönlich nicht naheliegen. Von Dingen zu sprechen, von denen man keine Ahnung hat, hat selbst im Reallife noch nie etwas gebracht.

Ebenfalls von Bedeutung kann es sein, inwiefern sich das Content auf die drei öffentlichen Möglichkeiten eines Tweet aufteilt; Normaler Tweet, Retweet und direkte Mention. Dabei ist zunächst von der Standardsituation des potentiellen Followers auszugehen, der bereits durch einen in seine Timeline gekommenen Retweet von meinem Content Wind bekommen hat und nun brennend interessiert ist, mehr von diesem Content zu sehen. Er wird sich also mein Profil ansehen und dabei auch die letzten 10-20 lesen. Findet er in diesen jedoch fast ausschließlich direkte Mentions die er in keinen Zusammenhang bringen kann, da er in das Thema der Mentions nicht eingeweiht ist, wird der Suchende abgeschreckt. Das schlimmste und gerade zu vermeidende ist, das er vom Following vollkommen absieht, da er Angst hat, seine Timeline werde „chat-artig“ geflutet, sobald er mich verfolgt. Deshalb sollte eine „gesunde“ Verteilung gefunden werden zwischen normalen Tweets und direkten Mentions.

selbstverständlich werden die Replies immer die Zahl der normalen Tweets übersteigen, sofern immer auch auf Mentions geantwortet wird. Zum Antworten auf Mentions/Replies  gibt es in drei Tagen noch etwas mehr im dritten Teil.

Das eigene Verhalten lässt sich am besten kontrollieren, indem man das eigene Profil auf Twitter aufruft und sich die letzten eigenen Tweets einmal ansieht. Wenn man versucht, diese etwas objektiv zu betrachten und durchzugehen, welche davon auch für einen noch unbekannten Leser interessant sind erhält man einen guten Überblick, ob man nicht lieber noch ein paar normale Tweets mehr einschieben sollte oder die ein oder andere direkte Mention in einen kommentierten Retweet zumzuwandeln

Der kommentierte Retweet (quasi die alte Retweet-Funktion mit der RT-Syntax) ist eine wunderbare Möglichkeit alle Follower an einer besonders schmissigen direkten Mention und ihrer Antwort teilhaben zu lassen. So geht quasi in normales, durchaus relevantes Content über.

  • Daniel

    Naja, man muss es aber mit kommentierten Retweets und normalen Tweets nicht übertreiben. Manchmal wird das sonst schon zu viel für den potenziellen Follower.

  • http://janwillhaus.de Jan Willhaus

    Da gebe ich dir vollkommen Recht; viele lassen sich davon abschrecken, dass einige Twitterer durch hochfrequente Präsenz in der eigenen Timeline hervorstechen und in schlimmen Fällen geradezu die Timeline sind! Doch ich finde es ist ganz normal, das junge Twitterer von zu viel Content abgeschreckt werden, da die Herangehensweise eine andere ist. Wenn ich neu bin auf Twitter, versuche ich immer alle Tweets in meiner Timeline zu lesen. Was auch nicht sonderlich schwer ist, wenn es vielleicht 30 oder 40 Followings gibt. Doch jeder erfahrene Twitterer weiß, dass es mit zunehmender Followings-Zahl unmöglich wird alles zu lesen. Das ist eben der normale Prozess. Erst wenn der junge Twitterer bereit ist, seine Timeline auch mit “Hochfrequenz-Twitterern” anzureichern, kann das Prinzip funktionieren. Denn in meinen Augen gehören diese genau so in die Timeline, wie ein Nachrichtensender/Zeitung/etc. Quasi das Basisprogramm.

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